Die Idee

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Vorzeichnung

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Fotografie des Bodens am Neubrunnenplatz

Schnittstellen zwischen Zeichnung und digitaler Fotografie.

Die Historiograſica sind entstanden, indem historische Fotograſien von verschiedenen Orten nachgezeichnet und anschließend digital mit Fotograſien des Bodens kombiniert wurden, der sich heute an ebendieser Stelle beſindet.

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Neubrunnenplatz, Mainz um 1900

Gerade der Boden, wo sich gelebte Geschichte konkret abspielt und einschreibt und der sonst meist nicht als bildwürdig erachtet wird, wird in den Bildern zum be- deutungstragenden Hintergrundelement oder zu einem Himmel, vor dem sich konglomerierende Perspektiven und Bedeutungsebenen auftun.

Bei dieser Form von digitaler Collage eröffnen sich ungewöhnliche visuelle, aber auch gedankliche Perspektiven: einerseits auf das Jetzt, das zur Projektionsſläche wird, auf dem die Ahnung einer möglichen Vergangenheit fragmentarisch aufscheint.

Andererseits auf das hervortretende einstmals Gewesene, das jenes Hier und Jetzt bespiegelt und relativiert, indem es seine Flüchtigkeitsmomente sichtbar werden lässt.

An vielen Stellen verschwimmen die Grenzen zwischen den Medien Fotograſie und Zeichnung, so wie auch Vergangenheit und Gegenwart ineinander schmelzen und neue Bedeutungsoffenheiten heraufbeschwören. Gerade durch das Verwischen der medialen Spuren werden Spuren kollektiver Identität erkennbar.

Der fragmentarische Charakter des Abgebildeten lädt die Wahrnehmung zu immer neuer Abgleichung Justierung, immer neuer Re-Identifizierung ein, wird aber dabei auch immer verunsichert und hintergangen.

Der Wahrnehmungsprozess kommt ebensowening an ein Ende, wie es die Geschichte tut.

Sonja Doell

 

Bücher zum Projekt

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Historiografica
Künsterbuch (Einzelexemplar) und Sonderpublikation im Format 30 x 21 cm (66 Seiten)

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Doppelseiten

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Doppelseiten

 
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Aufgeschlagenes Buch